Fujtor - The AstroDwarf

Fernglasstativ und Drehstuhl
 

Dachlatten-Technik

Ich weiß, die Idee für die Montierung ist nicht neu - nur, ich habe die Montierung wieder mit meiner bewerten "Dachlatten-Technik" gebaut. Wie das mit den Dachlatten geht, habe ich bereits früher beschrieben. Es muß eben nicht immer Buche sein. Das Ding ist Stabil und hat ca. 15 Euro gekostet. Die Maße habe ich im Internet bei Rick Miseroy gefunden.


Das Stativ

Das Stativ stammt von ein 76mm Tchibo-Teleskop dessen Montierung zwar Schrott, die Optik und das Stativ jedoch durchaus brauchbar waren. Aus dem Newton wurde ein Kinderdobson und das Holzstativ hat eben hier Verwendung gefunden. Ich habe die 3 Beinen an ein rundes Stück Küchenplatte geschraubt. Die Montierung dreht auf Plastik-Scheibchen, die gleiten schön auf der Küchenplatte.


Die Montierung

Die Säule und die Drehplatte wurden mit Dachlatten in 1 Stück verleimt. Zugegeben, es wirkt vielleicht klotzig. Da wackelt aber nichts und transportierbar ist es gerade noch.

Mittig in der Säule habe ich ein 7,5mm Loch gebohrt und eine M8 Drahtstange 10cm tief eingedreht. So sitzt sie als Azimutalachse bombenfest und geht durch meine Küchenplatte. Von unten wird alles mit einer M8 Flügelmutter festgehalten.

Auch das Kopfteil besteht aus verleimte Dachlatten.

Gewichte käuft man nicht als Astrozubehör beim Astroladen, sondern als Hantelgewichte im Sportgeschäft. Die Gewichte sind verschiebbar, sowohl das Tento 20x60 als auch das leichtere 7x50 können so in Gleichgewicht gehalten werden.

Der Kugelkopf stammt von ein Mini-Fotostativ dass ich mal in eBay für wenig Geld geschossen hatte. Der Kopf ist gerade stabil genug und hält das Tento. Für schwerere Geräte würde ich wieder etwas aus Holz anfertigen. Da das Tento kein Fotostativ-Anschluss hat, kommt auf dem Kopf ein stabiler FG-Adapter von Hama.

Die Montierung wird mit M6 Schlossschrauben und Flügelmuttern zusammengebaut. Die Schrauben werden nur so festgedreht bis das Glas mit 1 Finger bewegt werden kann und dort sofort stehen bleibt wo es los gelassen wird.


Der AZ-Strandstuhl

Der Stuhl ist ein Strandstuhl vom Flohmarkt. Mit ein Handgriff ist er auseinander genommen. Ein zusätzliches Brett verleiht den Kopf eine Stütze bei Zenitbeobachtungen.

Eine alte Wickelkommode wurde zersägt und daraus habe ich ein Drehteller gebaut. Die Spanplatte hat eine ähnlich glatte Oberfläche wie die Küchenplatte beim Stativ, so dass ich auch hier mit Platikscheibchen und M8 Schraube arbeiten konnte.

Der Stuhl kann natürlich auch ohne Stativ und Montierung verwendet werden, um z.B. mit kleineren Gläsern zu beobachten. Mit den Füssen kann der Stuhl leicht gedreht werden.


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